Ein Geburtsbericht von Maria aus Sauerlach:
„Sabrina ist jetzt da“ flüsterte mir mein Mann sanft ins Ohr.
„Ich lag im warmen Wasser des Geburtspools in unserem Haus.
Ja, es war absolut die richtige Entscheidung gewesen, zu Hause zu gebären.
Ein kühler Waschlappen lag auf meiner Stirn. Ein sanfter Duft kam mir entgegen ~ ich glaube es war Rosenduft~ und hüllte mich liebevoll ein. Ich entspannte mich gleich noch mehr und fühlte wie ich ganz und ganz in Vertrauen eingebettet wurde.
Keine Frage, Sabrina unsere Geburtspriesterin war hier. Kein Zwang mit ihr zu reden, kein Zwang eine Maske aufzusetzen, kein Zwang etwas erklären zu müssen ~ wir sprachen auf eine stille Weise.
Sabrina stellte die Rose, die sie mir mitgebracht hatte, in eine Vase zu unseren Geburtskerzen und sagte sanft: “Du Liebe, ich wünsche dir dass du dich genauso sanft öffnest wie diese schöne Rose hier.“
Und wieder spürte ich das innere Ja, dass es absolut die richtige Entscheidung für mich war, mit meinem Mann und einer Geburtspriesterin an meiner Seite zu gebären.
Von Anfang an war es mir wichtig gewesen, die Verantwortung bei der Geburt nicht abzugeben. Ich wollte selbst auf mich, die Urkraft und mein Kind vertrauen.
Genau dies tut eine Geburtspriesterin, sie stärkt das Vertrauen in dich, deine Intuition und deine dir innewohnenden Kräfte. Mit Hilfe von Lichtarbeit unterstützt sie die „kleine“ Seele auf die Welt zu kommen. Sie baut, wenn man so will, eine Lichtbrücke und hilft den Seelen leichter den Weg vom Licht ins Licht auf der Erde zu kommen.
Und doch ist sie stets im Hintergrund und übernimmt keine führende Rolle.
„Fühlt sich das gut an?“ Sabrina hatte mit ihren Händen das Wasser des Geburtpools aufgeladen. „Ich habe auch die Geburts-Essenz mit. Möchtest du sie?“
Auch dies gehört zum Werkzeug einer Geburtspriesterin: Lichtarbeit, Essenzen, Düfte, Kraftplätze, Lieder und Gebete ~ alles was das Vertrauen in das eigene Licht an die eigenen Kraft stärkt. Mit viel Gefühl ließ sie mich ganz in meinem Tempo gebären.
Ja, genauso wollte meine kleine Tochter auf die Welt kommen und ich bin mir sicher, sie hat sich unsere Geburtspriesterin genau ausgesucht und eine eigene Vereinbarung mit ihr getroffen.
Sie nimmt dir die Verantwortung nicht ab ~ sie ist eine lichtvolle Unterstützung, ein strahlender Wegweiser und Kanal.
Die Geburt meiner Tochter war ein sehr kraftvolles und lichtvolles Ereignis. Ich werde es nie vergessen. Sabrina hat mich so wunderbar unterstützt mit ihrem großen Herz und ihrer Weisheit und ich danke ihr von ganzem Herzen.
Ich bin mir sicher, dass gerade für die Neue Zeit Geburtspriesterinnen noch enorm an Wichtigkeit gewinnen. Derzeit könnte es vielleicht einfach wie eine „spirituelle Modeerscheinung“ wirken, doch die Kinder der Neuen Zeit, mit denen ich mich schon seit Jahren intensiv arbeite, möchten anders geboren werden, als wir es derzeit in der Norm kennen.
Hier, da bin ich mir sicher, werden die Geburtspriesterinnen eine führende Rolle übernehmen.
Egal, ob du im Krankenhaus, zu Hause oder im Geburtshaus empfangen möchtest, ich kann Jedem der an das Licht und die Liebe glaubt, eine Geburtspriesterin empfehlen.
Auf diesem Wege bedanke ich mich bei allen Geburtspriesterinnen und vor allem bei Sabrina. Schön, dass dieses alte~neue Wissen wieder hier auf Erden heimkehrt.“
Rohanas dritter Sohn Tobias
In der Schwangerschaf
t mit Tobias, meinem 3. Sohn, wurde ich wieder wunderbar durch Sita unterstützt.
Durch die spirituelle Geburtsvorbereitung wurde mein tiefes Vertrauen in mich nochmals gestärkt. Ich wußte dadurch, dass die Schwangerschaft und Geburt (trotz starkem Husten und Rippenfellentzündung) für alle Beteiligten, allen voran Tobias, genau richtig und im göttlichen Fluß verlaufen würde.
Ich akzeptierte das Ausgebremstsein durch meinen Husten und konnte dankend die Unterstützung durch eine Familienpflegerin annehmen. Diese Zeit der Ruhe und des Rückzugs aus dem Leben im Außen empfand ich als wunderbare Vorbereitung auf die Geburt.
Ich war überrascht, als der Blasensprung zur Kindergartenabholzeit am Mittag kam, da sich mein Kopf „genau richtig“ eigentlich anders vorgestellt hatte. Tief im Inneren wusste ich, dass es genauso stimmte und konnte entspannt bleiben.
Die drei Stunden bis zur kompletten Eröffnung des Muttermundes begleitete mich dann Sitas Satz, „so weit es geht und noch weiter“ mich auszudehnen. Dadurch konnte ich die Wehen wunderbar entspannt atmen, während mein etwas kränklicher zweiter Sohn neben mir auf dem Bett seinen Mittagschlaf machte.
Die nächste Überraschung waren die dann noch folgenden 2 1/2 Stunden bis zur Geburt. Wieder eine Verwirrung für meinen Kopf, da die Geburt meines zweiten Sohnes komplett nur zwei Stunden gedauert hatte. Aber mein Vertrauen in mich hielt und strahlte auch auf die mich zu Hause begleitenden Hebammen aus.
So wurde mir schliesslich klar, dass Tobias diese Zeit benötigte, um sein ganzes Licht mit der Geburt auf die Erde zu bringen. Tobias kam genau dann auf die Welt, als der Papa mal wieder in den Raum kam. Und für die großen Brüder war es noch möglich, das Baby vor dem Zubettgehen zu begrüßen.
Die „Belohnung“ für diese ganz andere, transformiernde Schwangerschaft und Geburt ist jetzt die leichte Anfangszeit mit Tobias. Er ist so zufrieden und steckt alle mit seiner Glückseligkeit an. Danke Tobias, dass Du als ein weiterer Weggefährte unser Leben bereicherst.
Liebe Sita, herzlichen Dank für Deine wunderbare Begleitung durch diese besondere Zeit.
Rohana
Geburt, ein Weg fürs ganze Leben
Die Geburt von Klaas
Die erste Aussage der Ärzte: „Dieses Kind hat einen viel zu grossen Kopf, da wird es keine natürliche Geburt geben. Es wird ein Kaiserschnitt.“
Tief in mir wusste ich, es ist alles gut! Ich werde eine natürliche Geburt haben. Und trotzdem erreichte diese Aussage in mir immer wieder eine Ecke, in der ich kein Vertrauen hatte. Die Geburt meiner Tochter vor zwei Jahren war ein Kaiserschnitt und so wollte auch diese Geschichte noch gänzlich in Frieden kommen. Mein innerer Prozess ging weiter, bis ich bereit war, keinen Unterschied zwischen einer Kaiserschnitt Geburt und einer natürlichen Geburt zu machen. In einem Augenblick, in dem ich mich völlig wertfrei fühlte und mich meinem Weg hingab, konnte ich loslassen und es kehrte Frieden ein.
Während der ganzen Schwanger- schaft begleitete uns Sita, eine spirituelle Geburtsbegleiterin. Das war für mich und meinen Mann eine wichtige Unterstützung. Immer wieder wurden wir durch die Seele, die zu uns auf dem Weg war, mit grundlegenden Themen beschenkt, wie Urvertrauen in uns selbst in den Partner, bedingungslose Liebe, Hingabe, im Frieden sein und vor allen Dingen der Verbindung mit Klaas. Von Beginn der Schwangerschaft an, war das eine der tiefsten Erfahrungen.
Dadurch, dass ich mich immer mehr auf die Verbindung mit Klaas einliess, auf die Nähe zu ihm, begann auch die innige Verbindung mit mir selbst eine ganz neue Tiefe zu finden. Die Nähe zu mir selbst und Klaas übertrug sich auf meinen Partner und meine Tochter. Ich empfand ein wunderschönes zusammenwachsen, innige Begegnung, wie ich es bisher nicht kannte.
In diesem Prozess unterstützte mich meine Geburtsbegleiterin sehr gut. Sie erkannte Ängste, Bockaden, Traumata und stellte Lösungsebenen zur Verfügung. Dabei lies sie uns alle Schritte selbst tun, und achtete sorgsam darauf, dass die Erkenntnis und Bereitschaft zu einem Schritt ganz von uns selbst kam. So wurden wir sanft auf die Geburt vorbereitet, nicht in dem ich körperliche Dehnübungen machte oder Atemtechniken, sondern indem ich / wir eine tiefe Liebesbeziehung zu unserem Kind und uns selbst entstehen liessen. Ich lernte mir selbst zu vertrauen und auf feinste Herzensimpulse zu lauschen und ihnen zu folgen.
Nähe, wirkliche Nähe zulassen ist ein Weg und ich lernte Stück für Stück. Es war für mich die eigentliche Geburtsvorbereitung, die Grundlage mich auf die Geburt einzulassen und meinem Kind zu dienen.
Kurz vor der Geburt, der Geburtstermin war 10 Tage überschritten, legten die Ärzte einen Kaiserschnitttermin fest. Ich schwieg und versuchte meine innere Freiheit zu bewahren. Doch es reichte noch nicht aus, im Frieden zu sein. Zwei Tage vor der Geburt wurde mir bewusst, es braucht meine Entscheidung, ich habe die Wahl.
Diese unendliche Freiheit machte mir Angst. Ich folgte meinem Herzen, gab mich ganz und gar dem Göttlichen hin und entschied mich für die natürliche Geburt. Ich entschied mich für das Leben, für mich als Schöpfende, als Leben Schenkende. Diesen letzte Schritt in vollem Bewusstsein zu gehen, zu spüren, dass es meine freie Wahl ist, war für mich eine grosse Herausforderung. An dieser Stelle bin ich unendlich dankbar, dass meine Geburtsbegleiterin mir gezielt die Tür aufhielt, mir aber nichts abgenommen hat, mich allein, im all-eins gelassen hat! Ich spürte, jeder Schritt bin ich, ist meine Kraft. Mit der Entscheidung eine natürliche Geburt zu haben, fielen alle alten Geschichten ab.
Ich begab mich in die Eigenverantwortung.
Mit Klaas, war ich in inniger Verbindung.
Er war bereit.
Frieden.
Er drängte zu nichts, obwohl es schon etwas eng wurde. Ein Tag nach meiner Entscheidung begannen die Wehen. Die Geburt fand im Krankenhaus mit einer Beleghebamme, meinem Mann und meiner spirituellen Geburtsbegleiterin statt.
DIE GEBURT
Die Wehen waren da. Eine grosse Welle, sich steigernd in unglaublicher Kraft.
Ich atmete, tönte und sang in den Schmerz. Nahm die Schwingung durch den Klang auf und lies mich durch die Tore des Schmerzes in einen unendlich weiten Raum führen.
Nichts konnte mich von aussen berühren, ausser Liebe. Die Menschen, die mich umgaben, sah ich in ihrer Vollkommenheit.
Ich spürte die Liebe meines Mannes und die liebevolle Präsenz der Geburtsbegleiterin. Ich war geschützt und konnte mich ganz einlassen.
Immer, wenn ich an einen Punkt kam, wo ich mich unbewusst gegen den göttlichen Fluss wehrte, konnte ich mich an der Führung der Geburtsbegleiterin
orientieren und bekam Impulse, wie ich wieder in die Einheit mit meinem Geburtsfluss kam. Die Führung und ihre Liebe gaben mir ein Gefühl der Geborgenheit und ich liess mich immer mehr in mein Urvertrauen sinken. So wurde mein ureigenes Wissen um Schöpfung frei, und ich konnte mir folgen. Wir sprachen so gut wie kein Wort, alles wurde direkt von Herz zu Herz kommuniziert. Immer wieder ging es um die absolute Hingabe an den Geburtsfluss. Ich war eins mit allem. In der Einheit mit Klaas fanden wir gemeinsam den Weg zur Erde. Und es war wirklich ein zur Erde kommen, alle Blockaden, Verweigerungen hatten keine Kraft mehr, der Weg wurde frei. Da gab es nur noch Liebe.
Das Einlassen auf die Erde, den körperlichen Schmerz zu überwinden und in die Einheit, Gleichzeitigkeit einzutauchen, ein Göttliches Geschenk. Es waren viele Dimensionen, die sich während der Geburt auftaten und in denen ich mich gleichzeitig befand. Ich war mit dem höchsten Bewusstsein, meinem Himmel eins und zugleich mit der Tiefe der Erde, die sich mir als unendlich weiter und machtvoller Raum zeigte. Es waren Tore, die ich durchschritt, da gab es kein Unten, kein Oben. Eine unbeschreibliche Kraft durchströmte mich und ich gab mich ihr einfach hin, folgte dem Rhythmus der Liebe. War eins mit Klaas war eins mit allem. Dann war er da, ohne irgend einen Ton. Ganz still kam er zur Welt und lag auf meiner Brust.
Frieden.
Glückseligkeit.
Ich verneige mich tief vor dem Wunder der Schöpfung.
NACH DER GEBURT
Nach der Geburt, hatte ich eine deutlich spürbar grössere Ausdehnung, die ich in der intensiven Verbindung mit der Mutter Erde als wundervoll machtvoll empfand. Mein Selbstvertrauen, war grösser. Ich fühlte mich mehr zu Hause in mir selbst. Meine Weiblichkeit strahlte in Zartheit und unendlicher Kraft. Zuvor führte ich ein Versteckspiel mit meiner Weiblichkeit, nun stand ich einfach da. Mir ist es seither möglich tiefer, bedingungsloser zu lieben.
Die Geburt ist für mich eine Erfahrung, ein Urprinzip in mir, das mich tief erkennen lässt, was Schöpfung ist. Welche Freude, welche unendliche Göttliche Macht durch mich Ausdruck fand. Und durch jede andere Frau.
Noch heute kann ich mich bewusst damit verbinden, um eins zu werden mit der Urschwingung der Schöpfung. Es ist ein Prinzip, das ich in jedem kleinen Geschehen im Alltag wiederfinde. Die Geburt war der Beginn eines Prozesses, der mich auf direktem Weg zu mir selbst und in die Gemeinschaft mit meiner Familie führte. Es ist eine Welle, von der auch alle anderen Menschen in meinem Leben profitieren.
Für mich öffnete sich eine Welt, in der ich Liebe leben lernte, egal auch wenn ich Nächte lang nicht geschlafen hatte.
Durch die Geburtsvorbereitung begann für mich eine intensive Schulung durch Feuer und Liebe. In jedem Augenblick beschenken mich meine Kinder und mein Mann und es brauchte eine Weile bis ich lernte die Geschenke anzunehmen und mich selbst als Geschenk erleben konnte. Doch jetzt beginnt es richtig viel Spass zu machen!
Ich fühle tiefe Dankbarkeit.
Mandro
